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8/1976 | 8

Der Zaubertrank


Der Pikenier Bono wird vom Kastell ins Dorf geschickt, um die Vorbereitungen auf das Rennen zu belauschen. Er erfährt von den Schlafbeeren, nach deren Genuss Califax noch in tiefem Schlaf liegt. Der venezianische Gesandte Pettipedale und der Capitano wollen das Schiffsrennen sabotieren, um die Dorfleute des Wortbruchs bezichtigen zu können. Daher wird der ehemalige Gondoliere Scaramuccio losgeschickt, um den Milchtrunk des Müllers heimlich mit den Schlafbeeren zu verfeinern. Der Plan gelingt; der Müller schläft noch unweckbar, als das Rennen beginnen soll. Da taucht plötzlich Califax auf und berichtet, dass er durch den Trank, den die Kräuterfrau Jana aus den seltsamen braunen Bohnen gebraut hat, wieder hellwach wurde. Glücklicherweise hat Jana gerade wieder ein neues Käffchen gekocht, mit dem der Müller gestärkt und erstarkt ins Leben zurück geholt wird. Sofort geht das Mühlenschiff auf Kurs zum Startpunkt, drosselt die Fahrt in Sichtweite des Hafens jedoch erheblich, um die Geschwindigkeitsreserven nicht zu offenbaren. Der Pascha kann seine Heiterkeit über das seltsame Gefährt kaum unterdrücken...

Bemerkenswertes:

  • nachgedruckt im Sammelband 2 Die Wette
  • die Harke steht nicht nur – wie auf dem Titelbild – dem Müller, sondern zweimal auch dem Pikenier Bono im Weg, was dessen Intelligenz und Erinnerungvermögen wenig förderlich ist
  • Harlekin erwähnt seinen Plan, bestimmte Typen für seine spätere Theatertruppe zu sammeln: den eitlen, großsprecherischen, aber feigen Capitano; den Dottore als spitz­findigen Wort- und Rechtsverdreher à la Pettipedale; den Ausbund an Verschlagenheit Scaramuccio, der hier noch auf der falschen Seite steht
  • Wahlspruch des Scaramuccio: Wer sich nicht getraut, kriegt keine Braut, und ohne Braut wird nicht getraut.
  • auf Abrax' Schützenregel: Ein Schütze fühlt sich nie gekränkt, weil er sein Teil sich selber denkt. entgegnet Brabax: Unter anderm wußte das auch schon der Pythagoras.